Gut gemeint ist nicht automatisch gut versorgt

Das Problem beginnt im Futterraum. Erst steht da ein Eimer. Dann kommt ein Müsli dazu, „weil das Fell". Dann eine Hufergänzung, „weil der Schmied". Dann ein Gelenkpulver, ein Winter-Vitamin, ein Nerven-Dings. Irgendwann stehen sieben Eimer nebeneinander, jeder für sich vernünftig dosiert - und in der Summe bekommt das Pferd oft das Drei- bis Fünffache dessen, was es braucht. Denn die meisten Fertigmischungen enthalten dieselben Wirkstoffe, und auf keinem Etikett steht, was die Nachbareimer schon liefern.

Bei vielen Nährstoffen ist das egal. B-Vitamine, Vitamin C, Magnesium: Ein Zuviel geht über die Niere raus, das Pferd produziert teuren Urin, mehr nicht. Bei drei Gruppen ist es nicht egal:

  1. Stoffe mit enger Sicherheitsspanne. Bei Selen, Jod und Vitamin D liegen Bedarf und schädliche Menge nur etwa eine Zehnerpotenz auseinander.
  2. Stoffe, die gespeichert werden. Die fettlöslichen Vitamine A und D lagern sich in Leber und Fettgewebe ein. Ein Überschuss sammelt sich über Monate im Körper an.
  3. Stoffe, die sich gegenseitig blockieren. Ein Überschuss an Zink oder Eisen kann einen funktionellen Kupfermangel auslösen - obwohl rechnerisch alles stimmt.

Dieser Artikel zeigt, wo die Summe kritisch wird, was sich zur kalten Jahreszeit tatsächlich ändert und wie Alter, Rasse und Nutzung den Bedarf verschieben. Es geht um gezieltere Fürsorge.

Bevor du etwas zufütterst: Drei Werkzeuge

Die meisten Freizeitpferde mit gutem Heu und passendem Mineralfutter sind versorgt. Trotzdem wird häufig auf Verdacht ergänzt - weil das Fell stumpf wirkt, der Huf bröselt oder weil der Stallnachbar es auch macht. Drei Werkzeuge machen aus Verdacht Wissen. Du brauchst nicht alle drei, bevor du irgendetwas fütterst: Für ein Basis-Mineralfutter in empfohlener Menge reicht gesunder Menschenverstand. Sobald du zusätzlich Selen, Jod, Eisen oder hochdosiertes Vitamin A oder D gibst, solltest du wissen, wo dein Pferd steht - da liegen Mangel und Überschuss zu nah beieinander, um zu raten.

1. Das Fütterungs-Audit. Klingt nach Steuerprüfung, ist aber nur eine ehrliche Bestandsaufnahme: Du schreibst alles auf, was dein Pferd an einem normalen Tag bekommt, liest auf jedem Etikett nach, wie viel Selen, Zink, Kupfer, Vitamin A und D drinstecken, und addierst. Kostet eine halbe Stunde, einen Kaffee und kein Geld - und bringt von allen drei Werkzeugen am meisten. Wie genau, steht unten unter „So rechnest du richtig".

2. Die Heuanalyse - empfehlenswert, aber realistisch. Eine Analyse auf Mineral- und Spurenelementgehalt zeigt, was dein Grundfutter liefert und was fehlt. Futtermittellabore wie die LUFA bieten Pakete an; Preis vorher erfragen. Die Lehrbuch-Probenahme - Heubohrer, 10–15 Ballen einer Charge - ist für Großbetriebe gedacht. In kleineren Ställen geht es pragmatischer:

  • Heulage: Nicht anbohren - eine undichte Folie verdirbt den Ballen. Stattdessen beim Öffnen an mehreren Stellen Material entnehmen und über die nächsten zwei, drei Ballen eine Sammelprobe bilden (zwischendurch einfrieren, dann gesammelt einschicken).
  • Heu in kleinen Mengen: Über ein bis zwei Wochen aus jedem angebrochenen Ballen eine Handvoll aus der Mitte in einen großen Beutel.
  • Zugekauftes Heu: Frag den Lieferanten. Größere Händler lassen ihre Chargen oft analysieren.
  • Gar keine Analyse möglich? Dann rechne mit regionalen Erfahrungswerten: Heu aus weiten Teilen Deutschlands ist eher selenarm, Kupfer und Zink liegen häufig unter dem Bedarf, Eisen fast immer darüber. Das rechtfertigt ein Basis-Mineralfutter - aber keine zusätzliche Selen- oder Eisenquelle, von der du nicht weißt, ob sie nötig ist.

Eine Analyse gilt nur für die untersuchte Charge. Neuer Lieferant, neue Analyse.

3. Blutwerte - gezielt, nicht pauschal. Ein ganzes „Mineralprofil" bringt wenig; zwei bis drei gezielte Werte dagegen viel. Blut ist dort sinnvoll, wo die Heuanalyse nicht weiterhilft: bei Vitamin E und bei Selen, wenn du über das Mineralfutter hinaus ergänzen willst.

NährstoffAussagekräftiger MarkerHinweis
SelenVollblut-Selen oder GPxVollblut zeigt Wochen bis Monate; Serum reagiert kurzfristig
Vitamin EPlasma-α-Tocopherollichtgeschützt, nicht hämolytisch, schnell ins Labor
KupferSerum-Kupferbrauchbar, aber bei Entzündung erhöht
ZinkSerum-Zinknur eingeschränkt verwertbar: Hämolyse und Entzündung verfälschen
EisenSerum-Eisen, Ferritinspiegeln Überversorgung schlecht; Eisenmangel ohne Blutverlust gibt es beim erwachsenen Pferd praktisch nicht
Vitamin ASerum-Retinolhomöostatisch reguliert, zeigt Mangel oder Überschuss erst spät
Vitamin D25-OH-Vitamin DReferenzbereiche kaum etabliert; Pferde haben physiologisch niedrige Werte

Haaranalysen erzählen viel - über Staub, Fellfarbe und das letzte Shampoo. Über die Mineralstoffversorgung erzählen sie nichts; für Pferde sind sie nicht validiert. Spar dir das Geld.

Und wenn du nichts davon machst? Dann gilt das Minimalprogramm: ein Mineralfutter nach Körpergewicht dosiert, kein zweites Produkt mit Selen, Jod oder Eisen daneben, Vitamin E im Heuwinter in moderater Menge - und bei jedem weiteren Eimer die Frage, welchen Stoff er liefert, den die anderen nicht schon liefern. Keine optimale Versorgung, aber eine sichere.

Wo die Summe kritisch wird

Die Bedarfszahlen in diesem Artikel stammen, wo nicht anders angegeben, aus dem NRC 2007 - dem international meistzitierten Bedarfstabellenwerk für Pferde [1]. Die deutschen Pendants (GfE-Empfehlungen, Gruber Tabelle) kommen zu sehr ähnlichen Werten.

Selen: Schmaler Grat

Selen ist essenziell für Muskulatur, Immunsystem und Hufgesundheit. Der Bedarf eines 500-kg-Pferdes liegt bei etwa 1 mg pro Tag [1]; die Gruber Tabelle nennt 1,2 mg für ein 600-kg-Warmblut, bei Arbeit unverändert [13]. Für die Obergrenze gibt es drei Zahlen:

  • EU-Futtermittelrecht: Alleinfutter darf maximal 0,5 mg Selen pro kg enthalten, davon höchstens 0,2 mg organisch [6]. Auf 10 kg Tagesration sind das rund 5 mg - das, was der Gesetzgeber als unproblematische Dauerversorgung ansieht.
  • Toxikologische Schwelle: Je nach Quelle 2–5 mg/kg Trockenmasse [1], also 20–50 mg täglich.
  • Verdachtsfall: Ein Pferd, das fünf Tage lang 25 mg täglich bekam, verlor Mähnen- und Schweifhaar und Hufhorn am Kronrand [3]. Ein Einzelfall - aber er zeigt, dass die Gefahrenzone schon am unteren Ende der Spanne beginnen kann.

Was in der Praxis zusammenkommt, rechnen wir weiter unten durch. Das Ergebnis vorweg: Mineralfutter, selenhaltiges Müsli und Hufergänzung landen leicht bei 5 mg am Tag - das Fünffache des Bedarfs. Nicht giftig. Aber ohne jeden belegten Nutzen, ohne Reserve nach oben, und bezahlt wird für drei Produkte, von denen zwei nichts tun.

Chronische Überdosierung zeigt sich in Haarverlust an Mähne und Schweif, Hufhornablösung am Kronrand und Lahmheit [3][14]; auch in der deutschsprachigen Literatur ist ein Fall beschrieben [2]. Akut lebensbedrohlich wird Selen vor allem bei Injektion fehlerhaft hergestellter Präparate: 21 Polopferde eines Teams starben, nachdem ihnen ein falsch gemischtes Vitamin-Mineral-Präparat intravenös gespritzt worden war [4].

Jod: Zu wenig und zu viel sehen gleich aus

Jod wird im Fütterungsalltag oft vergessen, hat aber eine ähnlich enge Spanne wie Selen: Bedarf 0,35 mg/kg Trockenmasse (ca. 3,5 mg/Tag), tolerierbar etwa 5 mg/kg [1]; die EU erlaubt im Alleinfutter für Pferde 4 mg/kg [15].

Das Tückische: Zu wenig und zu viel führen beide zu einer Schilddrüsenvergrößerung - besonders bei Fohlen, deren Mütter in der Trächtigkeit zu viel Jod bekamen [16][17]. Die klassische Quelle ist Seealgenmehl, und Kelp ist eine Lotterie: Gemessen wurden Jodgehalte von 0,5 bis über 8 g pro kg [18]. Schon 20 g können ein Vielfaches des Tagesbedarfs liefern - zusätzlich zum Jod aus Mineralfutter und jodiertem Viehsalz. Seealgen gehören deshalb nur bei nachgewiesenem Bedarf in den Trog, nicht „zur Sicherheit".

Vitamine A, D und E

Vitamin A: Bedarf 15.000 IE täglich für 500 kg (Erhaltung), 22.500 IE bei Arbeit, 30.000 IE bei tragenden und laktierenden Stuten [1]. Obergrenze 16.000 IE pro kg Trockenmasse, also etwa 160.000 IE täglich [1]. Chronische Überdosierung schädigt die Knochen; bei Fohlen sind Missbildungen beschrieben [1]. Entwarnung für die Weide: β-Carotin aus Gras ist unproblematisch, die Umwandlung wird vom Körper gedrosselt. Das Risiko kommt ausschließlich vom zugesetzten Retinol in Fertigfuttern.

Vitamin D: Entsteht in der Haut unter UV-Licht und steckt als D2 in sonnengetrocknetem Heu. Bedarf nur ca. 3.300 IE/Tag, Obergrenze 22.000 IE - das Siebenfache, die kleinste Sicherheitsspanne aller Vitamine [1]. Die EU erlaubt in Alleinfuttern für Pferde bis zu 4.000 IE/kg [7]; bei 10 kg Ration wären das rechnerisch 40.000 IE, fast das Doppelte der NRC-Obergrenze. Das Gesetz schützt hier also nicht vor Addition. Überdosierung verkalkt Gefäße, Nieren und Lunge und kann tödlich enden [1]. Ein Vitamin-D-Mangel ist beim Pferd mit Auslauf und Heu dagegen praktisch nicht beschrieben - „Winter-Vitamin-D" ist ein Verkaufsargument, kein Fütterungsproblem.

Vitamin E: Vergleichsweise untoxisch. Bedarf 500 IE in Erhaltung, 800–1.000 IE bei Arbeit, Obergrenze rund 10.000 IE täglich [1]. Bei Erkrankungen wie EMND und EDM setzen Tierärzte gezielt höhere Mengen ein [5]. Die Form zählt: Natürliches RRR-α-Tocopherol hob den Blutspiegel im Fütterungsversuch stärker als synthetisches [19]. Vitamin E ist das einzige Vitamin, bei dem eine Winterergänzung für viele Pferde tatsächlich sinnvoll ist - mehr dazu unten.

Typisches Szenario: Müsli mit 20.000 IE Vitamin A pro kg (2 kg = 40.000 IE), Mineralfutter mit 150.000 IE/kg (100 g = 15.000 IE), dazu ein „Augen-Supplement" mit 20.000 IE. Macht 75.000 IE täglich - unter der Toxizitätsgrenze, aber das Fünffache des Bedarfs, ohne Nutzen, und bei tragenden Stuten unnötig nah an der Zone, in der Fohlenmissbildungen beschrieben sind. Adlerauge hin oder her.

Die Deklaration steht pro kg - gefüttert werden 100 g. Wer die Spalte verwechselt, rechnet mit dem Zehnfachen. Werte beispielhaft.
Die Deklaration steht pro kg - gefüttert werden 100 g. Wer die Spalte verwechselt, rechnet mit dem Zehnfachen. Werte beispielhaft.

Welche Mineralstoffe sich gegenseitig blockieren

Mineralstoffe konkurrieren im Darm um Transportwege. Ein Überangebot an einem Element kann einen funktionellen Mangel an einem anderen auslösen, obwohl beide rechnerisch reichen. Nicht jede Wechselwirkung aus dem Internet ist beim Pferd belegt - hier die, auf die es ankommt:

Zink → Kupfer (beim Pferd beschrieben). Bei zwei Fohlen, die nahe einer Zinkhütte aufwuchsen, wurden schwere Osteochondrosen beschrieben, die die Autoren auf eine vermutlich zinkbedingte Störung des Kupferstoffwechsels zurückführten [8]; experimenteller Kupfermangel erzeugte bei Fohlen OCD-artige Knorpelläsionen [9]. Bedarf: 40 mg Zink und 10 mg Kupfer pro kg Trockenmasse [1]. Als Praxis-Faustregel hat sich ein Verhältnis von 3:1 bis 4:1 (Zink zu Kupfer) etabliert - Erfahrungswissen, kein Studienergebnis. Hufergänzungen liefern oft mehrere Hundert Milligramm Zink pro Tagesdosis; mit einem zinkreichen Mineralfutter kommt schnell ein Vielfaches des Bedarfs zusammen. Akut giftig ist das nicht, es verschiebt aber das Verhältnis zu Kupfer massiv.

Eisen → Kupfer und Zink (aus anderen Spezies, beim Pferd plausibel). Pferde nehmen über Heu, Boden und Wasser fast immer deutlich mehr Eisen auf, als sie brauchen [1]; eisenhaltiges Grundwasser und Erde im Heu liefern teils ein Vielfaches. Zusätzliches Eisen in Müslis und Mineralfutter ist deshalb überflüssig, Eisenpräparate für „blutarme" Pferde ohne nachgewiesenen Blutverlust sind nie indiziert. Wie stark Eisen die Kupfer- und Zinkverwertung dämpft, ist beim Pferd nicht quantifiziert - ein Grund mehr, nicht noch nachzulegen.

Calcium ↔ Phosphor (gut belegt). Verhältnis 1,5:1 bis 2:1, nie unter 1:1. Phosphorüberschuss (viel Kleie oder Getreide ohne Calciumausgleich) führt zur „Kleiekrankheit", dem sekundären nutritiven Hyperparathyreoidismus. Ein moderater Calciumüberschuss aus Luzerne ist beim erwachsenen Pferd unkritisch, beim Jungpferd im Zusammenspiel mit Phosphor relevant.

Magnesium. In „Nerven-" und „Muskel-Supplementen" gern hochdosiert. Der Bedarf (ca. 7,5 g/Tag für 500 kg [1]) ist über Heu meist gedeckt; Überschüsse gehen über die Niere, sehr hohe Mengen über den Darm - als Durchfall. Magnesiumoxid, die billigste Form, wird nur mäßig resorbiert.

Mangan, Molybdän, Schwefel. Der aus der Wiederkäuerfütterung bekannte Molybdän-Schwefel-Kupfer-Antagonismus spielt beim Pferd nach bisherigem Wissen kaum eine Rolle; Mangan konkurriert mit Eisen, relevant nur bei extremen Eisenüberschüssen.

Welches Pferd braucht was

Fertigmischungen werden für ein Standardpferd kalkuliert: 500–600 kg, Warmblut, mittlere Arbeit. Dein Pferd ist das vermutlich nicht.

Jungpferde

Ob mehr Kupfer Osteochondrose vorbeugt, ist umstritten: Eine kleine Studie fand bei Fohlen aus kupferreicher Fütterung weniger Knorpelläsionen [10], neuere Arbeiten keinen Zusammenhang [20][21]. Daraus folgt: Kupfer der tragenden Stute bedarfsdeckend versorgen statt hochdosieren, Zinküberschuss vermeiden, Ca:P bei 1,5–2:1 halten. Was Jungpferde nicht brauchen, sind „Wachstums-Booster": Zu schnelles Wachstum durch Energieüberschuss ist ein größerer Risikofaktor für Entwicklungsstörungen als jeder einzelne Mineralstoff.

Senioren

Eigene Bedarfswerte gibt es nicht; die Erhaltungswerte gelten weiter. Was sich ändert, ist die Praxis: Heucobs und Senior-Pellets ersetzen Heu - und viele davon sind bereits mineralisiert und vitaminisiert. Wer dann noch Mineralfutter dazugibt, verdoppelt. Prüfe bei jedem Senior-Produkt, ob es ein Alleinfutter-Ersatz oder nur Faserersatz ist. Und: Senioren bekommen häufiger Medikamente - dazu unten mehr.

Rasse und Typ

Leichtfuttrige (Ponys, Haflinger, Isländer, Kaltblüter): Das Hauptrisiko ist Zucker, weniger ein Mineralstoffmangel. Wer die Heumenge wegen Übergewicht einschränkt, kürzt auch die Mineralstoffe aus dem Heu - ein Mineralfutter wird dann wichtiger, nicht unwichtiger. Nur muss der Träger stimmen: melassefrei, und kein vitaminisiertes Müsli „zum Untermischen".

Myopathie-Rassen (Quarter Horses, Paints, Kaltblüter, Warmblüter mit PSSM/MFM): Hier ist Vitamin E therapeutisch relevant, und Selen wird reflexartig mitdosiert. Die Evidenz spricht für Vitamin E, nicht für Selen-Hochdosen - wer zum Mineralfutter ein „Muskel-Supplement" mit Selen und Vitamin E gibt, addiert Selen, obwohl nur Vitamin E gebraucht wird.

Sportpferde mit hohem Kraftfutteranteil: Je mehr Müsli, desto mehr versteckte Mineralisierung. Bei 3–4 kg vitaminisiertem Sportmüsli ist ein zusätzliches Mineralfutter oft komplett überflüssig.

Region

Eine Auswertung von über 137.000 Blutproben zeigte die beste Selenversorgung in Dänemark und den Niederlanden, die schlechteste in Österreich und Luxemburg; in Deutschland nahm sie von West nach Ost ab [11]. Wo dein Heu steht, zeigt nur die Analyse. Selenarmes Heu rechtfertigt ein selenhaltiges Mineralfutter - nicht drei. Und Importheu aus selenreichen Regionen kann die Bilanz komplett kippen: In den USA ist eine chronische Selenvergiftung durch selenreiches Luzerneheu beschrieben [14].

Herbst und Winter: Was sich wirklich ändert

Der Wechsel von Weide auf Heu ist der wichtigste Schnittpunkt im Fütterungsjahr. Für das Pferd ändert sich weniger der Bedarf als die Quelle - und die Winter-Werbung zielt meist auf die falschen Stoffe.

Was sinkt: Vitamin E und β-Carotin. Frisches Gras ist reich an beidem; Heu verliert Vitamin E beim Trocknen und in der Lagerung. Ein Pferd, das von Oktober bis April nur Heu bekommt, kann im Spätwinter knapp versorgt sein. Das ist der eine Fall, in dem eine Winterergänzung - natürliches Vitamin E, Menge nach Blutwert - für viele Pferde sinnvoll ist. Vitamin A ist weniger kritisch, die Leberspeicher aus dem Sommer reichen monatelang.

Was nicht sinkt: Vitamin D. Sonnengetrocknetes Heu enthält D2, ein Mangel ist bei Pferden mit Auslauf praktisch nicht dokumentiert. Zugesetztes Vitamin D in „Winter-Vitaminen" addiert sich zum Mineralfutter, ohne ein Defizit zu schließen.

Was sich bei den Mineralstoffen ändert - und was nicht. Der Bedarf an Selen, Kupfer, Zink und Jod ist im Winter nicht höher. Die Zufuhr aus dem Grundfutter kann aber sinken: Heu und Heulage stammen von älterem Gras als das, was im Mai auf der Weide steht, und mit der Reife nimmt der Gehalt an Kupfer, Zink, Phosphor und Kalium pro kg ab. Regen während der Ernte wäscht zusätzlich Kalium, Natrium und Magnesium aus. Selen bleibt, was es auf dem Feld war. Heißt: Ein Mineralfutter ist im Winter eher wichtiger als im Sommer. Der Bedarf steigt dabei nicht, das Heu liefert weniger. Heißt nicht: Spezialprodukte. Fellwechsel-Zink „für den Winterpelz" hat beim versorgten Pferd keine belegte Wirkung; es verschiebt nur das Zink-Kupfer-Verhältnis.

Heulage in Trockenmasse rechnen. Heulage enthält je nach Anwelkgrad 30–50 % Wasser, Heu rund 12–15 %. Wer Heulage „wie Heu" abwiegt, unterschätzt, wie wenig Grundfutter - und wie wenig Mineralstoffe daraus - im Pferd ankommt. Die Fermentation selbst erzeugt oder vernichtet keine Mineralstoffe; eine Heulage-Analyse ist genauso aussagekräftig wie eine Heuanalyse, wenn die Werte auf die Trockenmasse bezogen sind.

Salz braucht es ganzjährig. Weder Gras noch Heu liefern nennenswert Natrium. Leckstein oder abgemessene Salzgabe gehören im Winter genauso dazu wie im Sommer - gerade weil Pferde bei kaltem Wasser weniger trinken.

Die eigentliche Winterfalle ist Doppelung. Mash, Wintermüsli, Senior-Pellets, Mineralfutter: vier Eimer, drei davon vitaminisiert. Der Herbst ist der richtige Zeitpunkt für ein Fütterungs-Audit, nicht für den fünften Eimer.

Freizeit, Ausdauer oder Kraft

Freizeitpferd: Heu, Mineralfutter, Salzleckstein. Mehr braucht es in den allermeisten Fällen nicht.

Sportpferd: Die Bedarfswerte für Spurenelemente pro kg Futter sind bei allen Arbeitsintensitäten gleich [1]. Ein Sportpferd frisst mehr und bekommt damit automatisch mehr Mineralstoffe - es braucht so wenig ein „Sport-Mineralfutter" wie ein Marathonläufer eine Sport-Zahnbürste. Was tatsächlich steigt: Vitamin A, Vitamin E und vor allem die Elektrolytverluste über den Schweiß.

Ausdauer (Distanz, Vielseitigkeit, lange Einheiten): Hier dominieren Elektrolyte. Mit jedem Liter Schweiß gehen reichlich Natrium, Chlorid und Kalium verloren [22]; bei einem simulierten Vielseitigkeitstest in der Hitze waren es rund 19 Liter [23]. Das deckt kein Mineralfutter und kein Leckstein - dafür gibt es Elektrolytpräparate, nach Schweißverlust dosiert, nicht pauschal täglich. Vitamin E bedarfsdeckend ist sinnvoll [5]; für Selen „zum Muskelschutz" über den Bedarf hinaus gibt es keine Begründung.

Kraft und Kurzleistung (Springen, Reining, Fahrsport): Mehrbedarf bei Energie und Protein, nicht bei Spurenelementen. Elektrolyte nur an Tagen mit deutlichem Schwitzen. Alles andere wie beim Freizeitpferd.

Medikamente nicht vergessen

Ein Punkt, der in Fütterungsrechnungen fast immer fehlt: Omeprazol senkt die Calcium-Verdaulichkeit, Doxycyclin und Enrofloxacin binden an Mineralfutter und gehören zeitlich getrennt, unter Kortison und bei PPID zählt der Zuckergehalt der Trägerstoffe, und pflanzliche Entzündungshemmer neben Schmerzmitteln gehören abgesprochen. Bei Pferden unter Dauermedikation - Omeprazol über Monate, Kortison, Pergolid mit Appetitproblemen - sollte die Ration mit dem behandelnden Tierarzt abgestimmt werden. Was im Einzelnen gilt, auch für Wurmkuren, steht im bald erscheinenden Artikel „Medikamente und Fütterung: Wechselwirkungen mit Supplementen".

So rechnest du richtig

Schritt 1 - Alles auflisten, was dein Pferd täglich bekommt: Heu, Kraftfutter, Mineralfutter, alle Zusätze, Leckerlis.

Schritt 2 - Deklaration lesen. Das EU-Futtermittelrecht schreibt die Angabe pro kg vor [12]; viele Hersteller ergänzen „pro Tagesration" - meist für 500–600 kg gerechnet. Achte darauf, welche Spalte du nimmst.

Schritt 3 - Tagesdosis berechnen, am Beispiel Selen:

  • Mineralfutter „15 mg/kg", 100 g gefüttert → 15 × 0,1 = 1,5 mg
  • Müsli „0,8 mg/kg", 2 kg gefüttert → 1,6 mg
  • Hufergänzung „1,5 mg pro Tagesdosis" → 1,5 mg
  • Heu (aus der Analyse) „0,05 mg/kg TS", 8 kg → 0,4 mg
  • Summe: 5,0 mg Selen täglich

Schritt 4 - Vergleichen: Bedarf ca. 1 mg, EU-Orientierungswert ca. 5 mg, Verdachtsfall einer Vergiftung ab 25 mg. Dein Pferd liegt beim Fünffachen - nicht gefährlich, aber ohne Nutzen und ohne Reserve. Streiche Hufergänzung oder Müsli-Selen.

Schritt 5 - Wiederholen für Jod, Vitamin A, Vitamin D, Kupfer, Zink, Eisen - und das Zink-Kupfer- sowie das Calcium-Phosphor-Verhältnis prüfen.

Eine Handvoll ist keine Maßeinheit. Der Dosierlöffel schon.
Eine Handvoll ist keine Maßeinheit. Der Dosierlöffel schon.

Etiketten lesen: Wo die Fallen lauern

  • Alleinfutter vs. Ergänzungsfutter: Die EU-Höchstgehalte gelten pro kg Alleinfutter. Mineralfutter sind Ergänzungsfutter und dürfen bis zum 100-Fachen konzentriert sein [12]; bei Fütterung nach Herstellerangabe muss die Tagesration den Höchstgehalt einhalten [12][24]. Diese Rechnung gilt für ein Produkt in empfohlener Menge. Fütterst du mehr oder kombinierst mehrere, schützt sie dich nicht mehr.
  • „Analytische Bestandteile" (Rohprotein, Rohfaser) stehen immer pro kg.
  • „Zusatzstoffe" (Vitamine, Spurenelemente) ebenfalls - außer explizit anders angegeben. Hier steht auch die Form: Natriumselenit oder Selenhefe, Zinkoxid oder Zinkchelat.
  • Steht da „1,5 mg Selen pro Tagesdosis", frag dich: für welches Körpergewicht?

Wann der Tierarzt ran muss

Bei Verdacht auf Überdosierung: Haarverlust an Mähne und Schweif, rissige Hufe am Kronrand, unerklärliche Lahmheit, Appetitlosigkeit - Selen (Vollblut), Kupfer, Zink und Vitamin E (Plasma) bestimmen lassen und die Etiketten aller Produkte mitbringen.

Bei Jungpferden, tragenden Stuten und Sportpferden vor der Saison: Höhere Anforderungen, höhere Fehlerkosten. Eine unabhängige Rationsberechnung - über Fachtierärzt:innen für Tierernährung oder die Tierernährungsinstitute der veterinärmedizinischen Fakultäten - rechnet durch, was dein Pferd braucht. „Unabhängig" heißt: nicht vom Mineralfutter-Hersteller bezahlt.

Stumpfes Fell, kahle Stellen, dünne Mähne: Hier helfen Blutwerte weiter (und ein Apfel), die fünfte Dose nicht.
Stumpfes Fell, kahle Stellen, dünne Mähne: Hier helfen Blutwerte weiter (und ein Apfel), die fünfte Dose nicht.

Fünf Regeln

  1. Keine doppelten Komponenten. Vitaminisiertes Kraftfutter plus Mineralfutter ist eins zu viel.
  2. Nach Körpergewicht dosieren. Die „Tagesration" gilt für 500–600 kg. Rechne um.
  3. Mit dem Löffel, nicht mit der Hand. Eine Handvoll ist keine Maßeinheit - es sei denn, du wiegst die Hand vorher.
  4. Labor dort, wo es zählt. Für ein Basis-Mineralfutter nicht nötig. Für zusätzliches Selen, Jod, Eisen oder hochdosierte Vitamine schon.
  5. Alle 6–12 Monate nachsehen - vor allem nach jeder Umstellung.

Fazit

Ein Mineralfutter, im Winter Vitamin E, Salz das ganze Jahr - damit sind die meisten Pferde gut versorgt. Alles darüber hinaus sollte eine Lücke schließen, die du kennst, nicht eine, die du vermutest. Der verlässlichste Weg dorthin ist die halbe Stunde mit den Etiketten: zusammenrechnen, vergleichen, streichen, was doppelt ist. Dein Pferd merkt den Unterschied an Hufen und Fell. Du merkst ihn an den Eimern, die du nicht mehr kaufst.

Häufige Fragen zu Mineralfutter und Supplementen beim Pferd

Was ist Mineralfutter und wofür braucht es mein Pferd?

Mineralfutter ist ein Ergänzungsfutter, das Spurenelemente und Vitamine liefert, die Heu und Gras oft nicht ausreichend enthalten. Heu aus weiten Teilen Deutschlands ist eher selenarm, Kupfer und Zink liegen häufig unter dem Bedarf, Eisen fast immer darüber, das rechtfertigt ein Basis-Mineralfutter. Für die allermeisten Freizeitpferde reicht Heu, ein nach Körpergewicht dosiertes Mineralfutter und ein Salzleckstein völlig aus.

Wann braucht mein Pferd Mineralfutter und wann wird es im Winter wichtiger?

Grundsätzlich ganzjährig, weil das Grundfutter die kritischen Spurenelemente meist nicht vollständig deckt. Im Winter ist ein Mineralfutter eher wichtiger als im Sommer. Der Bedarf steigt dabei nicht, der Grund ist, dass Heu und Heulage von älterem Gras stammen und mit der Reife der Gehalt an Kupfer, Zink, Phosphor und Kalium pro kg abnimmt. Besonders relevant wird es, wenn du die Heumenge wegen Übergewicht einschränkst, denn dann kürzt du auch die Mineralstoffe aus dem Heu. Der Bedarf an Selen, Kupfer, Zink und Jod selbst ist im Winter nicht höher.

Wie viel Mineralfutter braucht mein Pferd und wie dosiere ich richtig?

Dosiere nach Körpergewicht und benutze einen Dosierlöffel, keine Handvoll, denn eine Handvoll ist keine Maßeinheit. Beachte dabei, dass die „Tagesration" auf dem Etikett meist für 500 bis 600 kg gerechnet ist, du also für dein Pferd umrechnen musst. Die Deklaration steht pro kg, gefüttert werden aber oft nur 100 g, wer die Spalte verwechselt, rechnet schnell mit dem Zehnfachen.

Kann ich meinem Pferd zu viel Mineralfutter oder zu viele Zusätze geben?

Ja, vor allem wenn du mehrere Fertigmischungen kombinierst, die dieselben Wirkstoffe enthalten. Jeder Eimer kann für sich vernünftig dosiert sein, in der Summe bekommt das Pferd aber oft das Drei- bis Fünffache dessen, was es braucht. Kritisch sind Selen, Jod und Vitamin D, bei denen Bedarf und schädliche Menge nur etwa eine Zehnerpotenz auseinanderliegen, sowie die fettlöslichen Vitamine A und D, die sich über Monate in Leber und Fettgewebe einlagern. Rechne deshalb einmal alles zusammen, was dein Pferd täglich bekommt, und streiche, was doppelt ist.

Braucht mein Pferd im Winter extra Vitamin D?

Nein, ein zusätzliches „Winter-Vitamin-D" ist bei Pferden mit Auslauf und Heu vor allem ein Verkaufsargument. Sonnengetrocknetes Heu enthält Vitamin D2, und ein Vitamin-D-Mangel ist beim Pferd praktisch nicht beschrieben. Problematisch ist eher das Gegenteil: Vitamin D hat die kleinste Sicherheitsspanne aller Vitamine, und zugesetztes Vitamin D in „Winter-Vitaminen" addiert sich zum Mineralfutter, ohne eine Lücke zu schließen. Sinnvoll im Winter ist stattdessen Vitamin E, das Heu beim Trocknen und Lagern verliert.

Hilft Zusatzfutter für Hufe, Fell oder den Fellwechsel?

Beim bereits versorgten Pferd haben solche Spezialprodukte oft keinen belegten Nutzen, bringen aber die Mineralstoffbilanz durcheinander. Hufergänzungen liefern zum Beispiel häufig mehrere Hundert Milligramm Zink pro Tagesdosis, zusammen mit einem zinkreichen Mineralfutter kommt schnell ein Vielfaches des Bedarfs zusammen und verschiebt das Verhältnis zu Kupfer, als Faustregel sollte Zink zu Kupfer bei etwa 3:1 bis 4:1 liegen. Stumpfes Fell oder eine dünne Mähne sind eher ein Grund für gezielte Blutwerte als für die fünfte Dose.

Braucht mein Sportpferd ein spezielles Sport-Mineralfutter?

In der Regel nicht, denn die Bedarfswerte für Spurenelemente pro kg Futter sind bei allen Arbeitsintensitäten gleich [1]. Ein Sportpferd frisst mehr und bekommt damit automatisch mehr Mineralstoffe, bei 3 bis 4 kg vitaminisiertem Sportmüsli ist ein zusätzliches Mineralfutter oft komplett überflüssig. Was bei Arbeit tatsächlich steigt, sind Vitamin A, Vitamin E und vor allem die Elektrolytverluste über den Schweiß, die du nach Schweißverlust dosiert ausgleichst, nicht pauschal täglich.

Wie erkenne ich eine Überdosierung und wann muss der Tierarzt ran?

Anzeichen einer chronischen Selenüberdosierung sind Haarverlust an Mähne und Schweif, Hufhornablösung am Kronrand und unerklärliche Lahmheit [3][14]. Zeigt dein Pferd solche Symptome oder Appetitlosigkeit, lass Selen aus dem Vollblut sowie Kupfer, Zink und Vitamin E aus dem Plasma bestimmen und bring die Etiketten aller Produkte mit. Bei Jungpferden, tragenden Stuten und Pferden unter Dauermedikation lohnt sich zusätzlich eine unabhängige Rationsberechnung, die nicht vom Mineralfutter-Hersteller bezahlt wird.

Quellen

  1. [1] NRC (National Research Council). *Nutrient Requirements of Horses*, 6th revised edition, 2007. Kapitel 5 „Minerals" und Kapitel 6 „Vitamins". Washington, DC: The National Academies Press. https://doi.org/10.17226/11653
  2. [2] Coenen M, Landes E, Assmann G. 1998. „Selenium toxicosis in the horse - case report." *J Anim Physiol Anim Nutr (Berl)* 80(1-5):153–157. https://doi.org/10.1111/j.1439-0396.1998.tb00518.x
  3. [3] Dewes HF, Lowe MD. 1987. „Suspected selenium poisoning in a horse." *N Z Vet J* 35(4):53–54. PMID 16031372. https://doi.org/10.1080/00480169.1987.35379
  4. [4] Desta B, Maldonado G, Reid H, Puschner B, Maxwell J, Agasan A, Humphreys L, Holt T. 2011. „Acute selenium toxicosis in polo ponies." *J Vet Diagn Invest* 23(3):623–628. PMID 21908304. https://doi.org/10.1177/1040638711404142
  5. [5] Finno CJ, Valberg SJ. 2012. „A comparative review of vitamin E and associated equine disorders." *J Vet Intern Med* 26(6):1251–1266. PMID 22925200. https://doi.org/10.1111/j.1939-1676.2012.00994.x
  6. [6] Durchführungsverordnung (EU) 2019/49 der Kommission vom 4. Januar 2019 zur Zulassung von Natriumselenit, gecoatetem Natriumselenit-Granulat und Zink-L-Selenomethionin als Zusatzstoffe in Futtermitteln für alle Tierarten. ABl. L 10 vom 14.1.2019, S. 2; sowie Durchführungsverordnung (EU) 2019/804 vom 17. Mai 2019 (Selenhefen), ABl. L 132 vom 20.5.2019, S. 28. Höchstgehalt: 0,5 mg Se (gesamt)/kg Alleinfuttermittel (12 % Feuchte), maximale Supplementierung mit organischem Selen 0,2 mg/kg.
  7. [7] Durchführungsverordnung (EU) 2017/1492 der Kommission vom 21. August 2017 zur Zulassung von Cholecalciferol als Zusatzstoff in Futtermitteln für alle Tierarten. ABl. L 216 vom 22.8.2017, S. 19; Anhang neu gefasst durch Durchführungsverordnung (EU) 2019/849, ABl. L 139 vom 27.5.2019, S. 4. Höchstgehalt Equiden: 4.000 IE/kg Alleinfuttermittel (12 % Feuchte).
  8. [8] Gunson DE, Kowalczyk DF, Shoop CR, Ramberg CF. 1982. „Environmental zinc and cadmium pollution associated with generalized osteochondrosis, osteoporosis, and nephrocalcinosis in horses." *J Am Vet Med Assoc* 180(3):295–299. PMID 7056680. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7056680/
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  10. [10] Knight DA, Weisbrode SE, Schmall LM, Reed SM, Gabel AA, Bramlage LR, Tyznik WI. 1990. „The effects of copper supplementation on the prevalence of cartilage lesions in foals." *Equine Vet J* 22(6):426–432. PMID 2269267. https://doi.org/10.1111/j.2042-3306.1990.tb04310.x
  11. [11] Müller A, Bertram A, Moschos A. 2012. „Saisonale und überregionale Unterschiede der Selenversorgung bei Pferden." *Tierärztl Prax Ausg G Grosstiere Nutztiere* 40(3):157–166. PMID 22688739. https://doi.org/10.1055/s-0038-1623113
  12. [12] Verordnung (EG) Nr. 767/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über das Inverkehrbringen und die Verwendung von Futtermitteln. ABl. L 229 vom 1.9.2009, S. 1. Insb. Art. 8 (Ergänzungsfuttermittel höchstens das 100-Fache des Höchstgehalts), Art. 15 Buchst. f und Anhang VI Kap. I (Angabe der Zusatzstoffe, neu gefasst durch VO (EU) 2017/2279), Anhang II Nr. 1 und 4 (Bezug auf das Gewicht des Futtermittels; Höchstgehalt in der Tagesration).
  13. [13] Gruber Tabelle zur Pferdefütterung (LfL), Tab. 20, S. 36 (Spurenelementbedarf, Warmblut 600 kg).
  14. [14] Witte ST, Will LA, Olsen CR, Kinker JA, Miller-Graber P. 1993. „Chronic selenosis in horses fed locally produced alfalfa hay." *J Am Vet Med Assoc* 202(3):406–409. PMID 8440631. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8440631/
  15. [15] Durchführungsverordnung (EU) 2015/861 der Kommission vom 3. Juni 2015 zur Zulassung von Kaliumjodid, Calciumjodat-Hexahydrat und wasserfreiem Calciumjodat als Futtermittelzusatzstoffe für alle Tierarten. ABl. L 137 vom 4.6.2015, S. 1. Equiden: 4 mg Gesamtjod/kg Alleinfuttermittel (12 % Feuchte), empfohlener Höchstgehalt 3 mg/kg.
  16. [16] Drew B, Barber WP, Williams DG. 1975. „The effect of excess dietary iodine on pregnant mares and foals." *Vet Rec* 97(5):93–95. PMID 1154632. https://doi.org/10.1136/vr.97.5.93
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  21. [21] Gee EK, Firth EC, Morel PC, Fennessy PF, Grace ND, Mogg TD. 2005. „Articular / epiphyseal osteochondrosis in Thoroughbred foals at 5 months of age: influences of growth of the foal and prenatal copper supplementation of the dam." *N Z Vet J* 53(6):448–456. PMID 16317447. https://doi.org/10.1080/00480169.2005.36591
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  24. [24] Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. September 2003 über Zusatzstoffe zur Verwendung in der Tierernährung, Anhang IV Nr. 3.

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