Zugang und Stress-Reduktion
Warum Magengeschwüre beim Pferd oft unentdeckt bleiben
Magengeschwüre zählen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen beim Pferd – und dennoch werden sie von Besitzern oft übersehen. Der Grund: Die Symptome sind subtil und unspezifisch. Leistungsabfall, Gurtzwang, mäkelige Futteraufnahme, Gewichtsverlust oder struppiges Fell – viele dieser Anzeichen werden nicht sofort mit dem Magen in Verbindung gebracht. Dabei ist die Erkrankung unter dem Oberbegriff EGUS (Equine Gastric Ulcer Syndrome) in bestimmten Pferdepopulationen nahezu flächendeckend verbreitet.
Das European College of Equine Internal Medicine (ECEIM) unterscheidet seit 2015 klar zwischen zwei Krankheitsbildern: ESGD (Equine Squamous Gastric Disease) betrifft die squamöse, also mehrschichtige unverhornende Schleimhaut im oberen Magenbereich, EGGD (Equine Glandular Gastric Disease) die Drüsenschleimhaut im unteren Magenbereich [1]. Diese Unterscheidung ist nicht akademisch, sondern entscheidend: Beide Erkrankungen haben unterschiedliche Auslöser, Risikofaktoren und sprechen unterschiedlich auf Therapie an [1].
Prävalenz: Wie verbreitet sind Magengeschwüre wirklich?
Die Zahlen sind beeindruckend – und alarmierend. Bei Vollblut-Rennpferden in Training liegt die Prävalenz von ESGD bei 37 % vor Trainingsbeginn und steigt innerhalb von 2–3 Monaten auf 80–100 % [1]. Traber zeigen eine ähnliche Prävalenz mit bis zu 87 % in Training [1]. Distanzpferde weisen während der Wettkampfsaison eine ESGD-Prävalenz von 66–93 % auf, Elite-Pferde sind am stärksten betroffen [1]. Auch Sport- und Freizeitpferde bleiben nicht verschont: 17–58 % der Show- und Sportpferde sowie 37–59 % der Freizeitpferde sind betroffen [1].
Bei EGGD ist die Datenlage weniger einheitlich, aber ebenfalls besorgniserregend: Studien berichten von 47–65 % bei Rennpferden [1], 64 % bei Sportpferden und 54 % bei Freizeitpferden [3]. In einer Untersuchung von Polo-Ponys waren 69 % von EGGD betroffen, 54 % von ESGD – EGGD war hier also häufiger als die squamöse Form [10]. Pferde, die selten oder nie im Wettkampf eingesetzt werden und überwiegend im heimischen Umfeld gehalten werden, weisen mit 11 % die niedrigste ESGD-Prävalenz auf [1].
ESGD vs. EGGD: Zwei Erkrankungen, zwei Mechanismen
Equine Squamous Gastric Disease (ESGD) entsteht durch vermehrten Kontakt der empfindlichen squamösen Schleimhaut mit Magensäure. Pferde produzieren kontinuierlich Salzsäure – rund um die Uhr, unabhängig von der Futteraufnahme. Beim Grasen sorgt ein ständiger Speichelfluss (Bikarbonat-haltig) und die Bildung einer Raufaser-Matte im Magen für eine natürliche Pufferung. Steht das Pferd jedoch längere Zeit ohne Futter, steigt der Säuregehalt im oberen Magenbereich – die squamöse Schleimhaut ist diesem Milieu schutzlos ausgeliefert [1].
Hinzu kommt: Intensives Training erhöht den intraabdominalen Druck, komprimiert den Magen und drückt sauren Mageninhalt nach oben in den squamösen Bereich [4]. Intermittierende Fütterung und Boxenhaltung ohne kontinuierlichen Raufutter-Zugang sind die Hauptrisikofaktoren für ESGD [1].
Equine Glandular Gastric Disease (EGGD) hingegen entsteht nicht primär durch übermäßige Säureexposition, sondern durch einen Zusammenbruch der natürlichen Schutzmechanismen der Drüsenschleimhaut. Diese Schleimhaut produziert selbst Säure und ist normalerweise durch Muzin, Bikarbonat und Prostaglandine geschützt. Die genauen Mechanismen, warum diese Schutzbarriere versagt, sind noch nicht vollständig geklärt – Stress, Entzündung und eine veränderte Stresshormon-Achse spielen jedoch eine zentrale Rolle [4][5]. Warmblut-Rassen, Training an mehr als 6 Tagen pro Woche und erhöhte Kortisol-Reaktionen auf Stress wurden als Risikofaktoren identifiziert [5].
Symptome: Subtil, aber vielfältig
Die klinischen Zeichen von EGUS sind oft unspezifisch und korrelieren nicht zwingend mit dem endoskopischen Schweregrad der Läsionen. Typische Anzeichen umfassen:
- Mäkeliges Fressen oder reduzierter Appetit – Besitzer beschreiben ihr Pferd häufig als „wählerisch", ohne dies zunächst als Krankheitssymptom zu werten [1]
- Leistungsabfall – eine Belastungsstudie zeigte bei Pferden mit ESGD eine reduzierte Zeit bis zur Ermüdung, verkürzte Schrittlänge und geringere maximale Sauerstoffaufnahme [6]
- Gewichtsverlust und schlechte Körperkondition – insbesondere bei Rennpferden in Training mit hoher Ulkus-Prävalenz dokumentiert [1]
- Veränderungen im Verhalten – Gurtzwang („girthiness"), Empfindlichkeit im Flankenbereich, gelegentliches Zähneknirschen
- Struppiges Fell oder schlechte Fellqualität – eine Querschnittsstudie bei Vollblütern fand einen statistischen Zusammenhang [1], andere Studien konnten dies nicht bestätigen [1]
- Kolik-Episoden – meist geringgradige, wiederkehrende Koliken
Wichtig: Viele Pferde mit schweren gastroskopischen Befunden zeigen keine oder nur sehr milde Symptome. Die Abwesenheit klinischer Zeichen schließt EGUS nicht aus [1].
Diagnostik: Gastroskopie ist der Goldstandard
Die einzige verlässliche Methode, um Magengeschwüre beim Pferd zu diagnostizieren, ist die Gastroskopie – eine endoskopische Untersuchung des Magens [1]. Dabei wird das Pferd sediert, ein flexibles Endoskop (mindestens 3 Meter Länge, um die pylorische Region zu erreichen) wird über die Nüstern eingeführt und der gesamte Magen – inklusive Pylorus und proximaler Duodenum – wird visuell begutachtet [3].
Für ESGD hat sich das Equine Gastric Ulcer Council 0–4 Grading-System als Standard etabliert, das Läsionen nach Anzahl, Größe und Tiefe bewertet [1]. Bei EGGD gibt es aufgrund fehlender Daten zur klinischen Relevanz hierarchischer Bewertungssysteme bisher kein einheitliches Grading – hier werden Läsionen nach Vorhandensein, anatomischer Lokalisation, Verteilung und Erscheinungsbild beschrieben [1].
Was NICHT funktioniert: Bluttests, Kot-Okkultblut-Tests und Blutzucker-Tests haben alle eine geringe diagnostische Genauigkeit und werden für die EGUS-Diagnostik nicht empfohlen [3][1]. Es gibt derzeit keine zuverlässigen hämatologischen oder biochemischen Marker [1].
Das ECEIM empfiehlt, nicht blind auf Verdacht zu behandeln, ohne vorherige Gastroskopie – zum einen wegen der hohen Therapiekosten, zum anderen weil die Unterscheidung zwischen ESGD und EGGD therapeutisch relevant ist [1].
Therapie: Omeprazol, Sucralfat – und Zeit
Die medikamentöse Standardtherapie bei EGUS basiert auf Omeprazol, einem Protonenpumpenhemmer, der die Magensäureproduktion hemmt. Für ESGD liegt die Heilungsrate nach 28 Tagen Omeprazol-Behandlung bei 67–100 % [1]. Die EGGD-Heilungsrate mit Omeprazol-Monotherapie variiert stark (20–78 %), abhängig von Formulierung, Verabreichung (nüchtern!) und Schweregrad [1][7] – ein deutlicher Hinweis darauf, dass bei EGGD andere pathophysiologische Mechanismen dominieren als reine Säureschädigung.
Für EGGD wird daher häufig eine Kombination aus Omeprazol und Sucralfat empfohlen [8]. Sucralfat bildet eine Schutzbarriere über dem Ulkusbett, stimuliert die Bikarbonat- und Schleimsekretion, fördert die Prostaglandin-Produktion und inaktiviert Pepsin und Gallensäuren [8]. Eine Studie zeigte, dass die Kombination Omeprazol plus Sucralfat zu besseren Heilungsraten bei EGGD führte als Omeprazol allein [8]. Die Behandlungsdauer bei EGGD sollte mindestens 8 Wochen betragen, bevor zusätzliche Therapien erwogen werden [8].
Bei refraktärer EGGD, die auf Omeprazol und Sucralfat nicht anspricht, ist Misoprostol eine wichtige Alternative. Misoprostol ist ein Prostaglandin-Analogon, das die körpereigenen Schutzmechanismen der Drüsenschleimhaut gezielt unterstützt. Eine kontrollierte Studie zeigte eine Heilungsrate von 72 % mit Misoprostol gegenüber 20 % mit der Kombination Omeprazol plus Sucralfat [11]. Misoprostol ist verschreibungspflichtig und darf nicht bei tragenden Stuten eingesetzt werden (Abortrisiko). Mögliche Nebenwirkungen sind Durchfall und vorübergehende Bauchschmerzen [11].
Wichtig: Die Dosierung aller genannten Medikamente gehört in die Hand des behandelnden Tierarztes. Omeprazol, Sucralfat und Misoprostol sind verschreibungspflichtig und erfordern eine individuelle Anpassung. Langfristige Omeprazol-Gabe kann die Kalzium-Resorption beeinträchtigen und das Darmmikrobiom verändern – nach einer Behandlungsdauer von 28 Tagen sollte das Medikament schrittweise ausgeschlichen werden, um einen Säure-Rebound zu vermeiden [7].
Anders als beim Menschen spielt Helicobacter pylori beim Pferd keine kausale Rolle für EGUS [12]. Der Einsatz von Antibiotika (z. B. Trimethoprim-Sulfonamid) wird für die EGUS-Therapie daher nicht empfohlen – aus Sicht des verantwortungsvollen Antibiotika-Einsatzes ist dies nicht gerechtfertigt [8][1].
Fütterungsmanagement: Die zentrale Säule der Prävention
Die wichtigste Maßnahme zur Prävention und unterstützenden Therapie von ESGD ist kontinuierlicher Zugang zu Raufutter. Pferde, die nur zweimal täglich Heu bekommen, haben in den futterfreien Intervallen eine stark erhöhte Säurebelastung der squamösen Schleimhaut. Ziel sollte sein: Raufutter ad libitum oder mindestens alle 4–6 Stunden eine Portion [1].
Weitere zentrale Fütterungsempfehlungen:
- Vor Belastung Heu füttern – eine Heu-Portion 30–60 Minuten vor dem Training puffert die Magensäure während des Trainings
- Stärke in kleinen Portionen – die ECEIM empfiehlt weniger als 2 g Stärke pro kg Körpergewicht pro Tag bzw. maximal 1 g/kg pro Mahlzeit; für ein 600-kg-Pferd bedeutet das maximal 600 g Stärke pro Mahlzeit (entspricht etwa 1 kg Hafer). Große Stärkemengen fördern die volatile Fettsäure-Produktion, die die squamöse Schleimhaut schädigt [1]
- Weidegang – Studien zeigen widersprüchliche Ergebnisse zum Effekt von Weidegang auf EGUS [1], aber kontinuierliches Grasen in natürlicher Haltung reduziert Stress und sorgt für ständigen Speichelfluss
- Heuart beachten – Pferde, die ausschließlich Stroh als Raufutter erhalten, haben ein höheres ESGD-Risiko [1]
Stressreduktion: Besonders relevant für EGGD
Während ESGD in erster Linie durch Fütterungs- und Trainingsfaktoren beeinflusst wird, spielt Stress bei EGGD eine zentrale pathophysiologische Rolle. Pferde mit EGGD zeigen eine erhöhte Kortisol-Antwort auf Stressoren und höhere Cortisolwerte nach ACTH-Stimulation [5]. Stressreduzierende Maßnahmen umfassen:
- Sozialkontakte ermöglichen – Pferde in Einzelboxen mit Sichtkontakt zu Artgenossen oder besser in Offenstall-/Gruppenhaltung
- Regelmäßige Routine – abrupte Änderungen in Haltung, Training oder Umgebung vermeiden
- Transportmanagement – in einer Studie führte ein simuliertes Turnier-Wochenende (4 Stunden Transport, 3 Tage in fremder Umgebung ohne Weidegang, täglich zweimal Belastung, 4 Stunden Rücktransport) bei 7 von 10 transportierten Pferden innerhalb von 5–6 Tagen zu Ulzerationen [9]
- Boxenruhe minimieren – längere Ruhephasen in der Box erhöhen das EGUS-Risiko, regelmäßiger Auslauf ist protektiv
Ergänzende Fütterung und Supplemente
Zusätzlich zum Management gibt es einige Futterzusätze, die in der Praxis zur begleitenden Unterstützung der Magengesundheit eingesetzt werden. Die Evidenz ist jedoch überwiegend moderat bis dünn – sie ersetzen nie die Basismaßnahmen (Raufutter, Stressreduktion) und sollten immer in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen.
Pektin-Lecithin-Komplexe sollen die Magenschleimhaut durch Bildung eines Schutzfilms unterstützen. Zwei kontrollierte Studien (Hellings & Larsen 2014, Murray 2008) zeigten jedoch keine Überlegenheit gegenüber Placebo bei klinischer Anwendung – die Anwendung beruht überwiegend auf In-vitro-Daten und Erfahrungswerten.
Aloe vera wird traditionell zur Unterstützung der Schleimhautregeneration eingesetzt. Eine kontrollierte Studie zeigte jedoch, dass Aloe vera Omeprazol bei ESGD deutlich unterlegen ist [13]. Bei längerer Fütterung sollte zudem auf mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten geachtet werden.
Magnesiumhydroxid hat eine antazidale Wirkung und kann kurzfristig die Säurebelastung puffern – die Wirkung hält allerdings nur etwa 2 Stunden an und ersetzt keine dauerhafte Säuresuppression bei manifesten Ulzera.
Leinsamen und Flohsamenschalen werden aufgrund ihres Schleimgehalts in der Praxis häufig gefüttert, sind aber hinsichtlich ihrer Wirkung auf EGUS nicht durch kontrollierte Studien belegt.
Wichtig: Keines dieser Supplemente „heilt" Magengeschwüre. Sie können allenfalls begleitend sinnvoll sein – nach tierärztlicher Abklärung und immer parallel zu fundiertem Fütterungs- und Haltungsmanagement. Heilversprechen sind unseriös.
Fazit
Magengeschwüre beim Pferd sind keine Seltenheit, sondern bei Sportpferden nahezu die Regel. Die Trennung in ESGD und EGGD ist nicht nur begrifflich, sondern therapeutisch essenziell: ESGD spricht gut auf Omeprazol an und ist vor allem ein Management-Problem (Fütterung, Training), EGGD ist komplexer, heilt langsamer und erfordert oft Kombinationstherapien sowie intensives Stressmanagement. Die Gastroskopie bleibt der einzige zuverlässige Weg zur Diagnose – Bluttests führen in die Irre. Wer die subtilen Symptome kennt, kontinuierlichen Raufutter-Zugang sicherstellt und sein Pferd vor vermeidbarem Stress schützt, legt die Basis für einen gesunden Pferdemagen.
Quellen
- [1] Sykes BW, Hewetson M, Hepburn RJ, Luthersson N, Tamzali Y. European College of Equine Internal Medicine Consensus Statement—Equine Gastric Ulcer Syndrome in Adult Horses. J Vet Intern Med. 2015;29(5):1288-1299. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4858038/
- [2] Monki J, Hewetson M, Virtala A-MK. Risk Factors for Equine Gastric Glandular Disease: A Case-Control Study in a Finnish Referral Hospital Population. J Vet Intern Med. 2016;30(4):1270-1275. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5108429/
- [3] Hepburn RJ. Endoscopic examination of the squamous and glandular gastric mucosa in sport and leisure horses: 684 horses (2005–2011) [abstract]. Proc 11th International Equine Colic Research Symposium. 2014.
- [4] Banse HE, Andrews FM. Equine glandular gastric disease: prevalence, impact and management strategies. Vet Med (Auckl). 2019;10:69-76. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6642651/
- [5] Scheidegger MD, Gerber V, Bruckmaier RM, et al. Increased adrenocortical response to adrenocorticotropic hormone (ACTH) in sport horses with equine glandular gastric disease (EGGD). Vet J. 2017;228:7-12. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1090023317301685
- [6] Nieto JE, Snyder JR, Vatistas NJ, et al. Effect of gastric ulceration on physiologic responses to exercise in horses. Am J Vet Res. 2009;70(6):787-795.
- [7] Sykes BW, Sykes KM, Hallowell GD. A comparison of two doses of omeprazole in the treatment of equine gastric ulcer syndrome: a blinded, randomised, dose-response clinical trial. Equine Vet J. 2014;46(4):416-421.
- [8] Kranenburg LC, Scheepbouwer JHT, van den Boom R. Retrospective study of combined sucralfate and omeprazole therapy compared with omeprazole monotherapy for equine glandular disease. Equine Vet Education. 2020.
- [9] McClure SR, Carithers DS, Gross SJ, et al. Gastric ulcer development in horses in a simulated show or training environment. J Am Vet Med Assoc. 2005;227(5):775-777.
- [10] Macleod H, Windeyer MC, Crosby C, et al. Prevalence of and risk factors for equine glandular and squamous gastric disease in polo horses. Can Vet J. 2018;59(7):775-782. PMID: 30104780.
- [11] Varley G, Bowen IM, Habershon-Butcher JL, et al. Misoprostol is superior to combined omeprazole-sucralfate for the treatment of equine gastric glandular disease. Equine Vet J. 2019;51(5):575-580.
- [12] Husted L, Jensen TK, Olsen SN, et al. Examination of equine glandular stomach lesions for bacteria, including Helicobacter spp by fluorescence in situ hybridisation. BMC Microbiol. 2010;10:84.
- [13] Bush J, van den Boom R, Franklin S. Comparison of aloe vera and omeprazole in the treatment of equine gastric ulcer syndrome. Equine Vet J. 2018;50(1):34-40. PMID: 28833435.
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